Grumberschnietscher

2 kg Kartoffeln
2 geriebene Zwiebeln
1 Bund Petersilie und Schnittlauch
1 Ei
2 EL Haferflocken
1 ½ TL Salz
etwas Pfeffer
Kartoffel schälen und fein reiben, auf einem Sieb gut abtropfen lassen, gegebenenfalls ausdrücken. Den Teig mit Ei und Haferflocken binden; mit Petersilie, Schnittlauch, Zwiebel, Pfeffer abschmecken. Öl in einer Pfanne erhitzen (ca. 4- 5 cm hoch), den Teig löffelweise hineingeben, zu kleinen dünnen Fladen verstreichen und auf beiden Seiten braun und knusprig backen.
Sollten Sie nur die Kartoffelpuffer machen, werden sie mit Apfelmus
serviert.

Q: Facebook, Dau bist Trier

flattr this!

Teerdisch

1 dickes Eisbein oder Schweinerippchen
750 g Sauerkraut
750 – 1000 g Kartoffeln
200 g Speck
etwas Gemüsebrühe
etwas trockenen Weißwein
etwas heiße Milch
Salzwasser
1 Lorbeerblatt
2 Zwiebeln

Das Eisbein in der Brühe halb gar kochen.

Danach Sauerkraut darauf legen und mit etwas Weißwein ablöschen, salzen, pfeffern, die Zwiebel und das Lorbeerblatt hinzufügen. Etwa 1 Stunde kochen lassen.
Inzwischen aus den gekochten Kartoffeln das Kartoffelpüree zubereiten.
Das zubereitete Sauerkraut aus dem Topf nehmen und mit dem Püree mischen und in eine Schüssel zum Servieren geben. Das in Portionen geschnittene Eisbein obenauf legen.
Speck und Zwiebel würfeln, auslassen und über das Gericht geben.

Je nach Geschmack können Sie auch das Eisbein auch weglassen.

Q: Facebook, Dau bist Trier

flattr this!

Wut im Bauch

Online-Kommentar auf einen Artikel im Trierischen Volksfreund vom 5. März 2013. Schulentwicklungskonzept, mal wieder.

“Der Artikel macht mich wütend. Genau das passiert, wenn die Politik einen Stadtteil zu einem “Inbegriff eines sozialen Brennpunktes in Trier” herabwürdigt und gleich noch darauf hinweist, dass dieses den Bewohner des Stadtteils als Stigma anhaftet (Integriertes Entwicklungskonzept, Seite 21, Herausgeber u.a. Quartiermanagement Trier Nord (sic!) ). Die Verantwortlichen erfreuen sich an ihrem wunderbar ausgeprägten sozialen Gewissen (den armen Leuten dort müssen wir alle helfen!) und merken gar nicht, dass sie ihnen in Wahrheit kräftig in den Hintern treten und um Trier-Nord herum eine Mauer mit der Aufschrift “Vorsicht, hier Böse!” hochziehen – nur, um sie später mit politischem Getöse medienwirksam wieder einzureißen. Diese selbstgebaute Mauer.

Die klägliche Doppelmoral des Quartiermanagements verdeutlicht dies nur allzu gut. Im Konzept stellt sie Trier-Nord als den Inbegriff des sozialen Brennpunkts dar, aber wehe, man nimmt sie beim Wort, und nimmt Trier-Nord tatsächlich als solchen wahr!

Kurz zur Erinnerung: “Als sozialer Brennpunkt (Synonym: Problemviertel) werden nach einer Definition des Deutschen Städtetages (1979) Wohngebiete bezeichnet, „in denen Faktoren, die die Lebensbedingungen ihrer Bewohner und insbesondere die Entwicklungschancen beziehungsweise Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen negativ bestimmen, gehäuft auftreten“. (Q: Wikipedia). Und dann bitte wieder daran erinnern, WER Trier-Nord als Inbegriff eines solchen bezeichnet hat.

Wie man anhand der völlig verständlichen Reaktionen in Ambrosius erahnen kann, ging die politische Idee, die Stadtteilprobleme mit einer frisch durchmischten vierzügigen Grundschule zu beheben, ja nun wohl vollends in die Hose. Martin und Kürenz wollen nicht “auffüllen”, Ambrosius will nicht “aufgefüllt” werden. Martin und Kürenz wollen nicht zur Behebung von Inklusions- und Seggregationsdefiziten benutzt werden und Ambrosius hat weder Interesse noch Grund sich auf eine Schule mit Inklusions- und Seggregationsproblemen reduzieren zu lassen.

Zeigt nicht mit dem Finger auf die Kinder, die an ihren Schulen glücklich bleiben wollen. Zeigt auf die Politiker, die mit ihren überaus soziallastigen Argumenten diesen Unfrieden erst gestiftet haben. Fordert sie auf, ein Konzept zu schaffen, dass die Kinder in den Mittelpunkt stellt und nicht die ambitionierte Lösung großer sozialer Probleme in sogenannten sozialen Brennpunkten. Oder dass sie zumindest klar sagen, dass ihnen die Schulen in Trier nicht mehr von unserem Steuergeld wert sind. Und basta.”

Referenz: Integriertes Entwicklungskonzept Soziale Stadt Trier Nord 2009-2015

flattr this!

Leserbrief

Ein Leserbrief zum Kommentar “Die Zeit wird knapp” im Trierischen Volksfreund vom 20.02.2013, eingereicht am 20.02.2013:

In seinem Kommentar „Die Zeit wird knapp“ nimmt Dieter Lintz explodierende Anmeldezahlen als ein Argument für die Annahme der Beschlussvorlage des Stadtvorstands zum Schulkonzepts, bei der er anscheinend weiter davon ausgeht, sie sei alternativlos und wer das nicht so sehe, der sei Totalverweigerer.

Eltern sind, was ihren Nachwuchs angeht, normalerweise extrem egoistisch. Sie bevorzugen für ihre Kinder jene Schulen, die die wenigsten Veränderungen, das beste Lernklima und die besten Bildungschancen bietet. Sie wollen das Beste für ihr Kind und wollen sich vor nachträglichen Vorhaltungen schützen. Es gibt wohl nur wenige Eltern, die derart selbstlos sind, dass sie ihr Kind einem angeblichen Segregationsproblem in einem anderen Stadtteil entgegenwirken lassen wollen oder ihr Kind freiwillig an eine sogenannte Brennpunktschule geben, damit die dortigen Schüler eine Gruppe bekommen, in die sie sich inkludieren lassen können damit aus einer Brennpunktschule statistisch eine normale Schule wird. Die meisten lehnen es strikt ab, dass ihre Kinder als Mittel für Zwecke hergenommen werden sollen und werden sich Wege suchen, ihre Kinder aus diesen politischen Spielen herauszunehmen. Sie sind ihnen dafür einfach zu wertvoll.

Und in Bezug auf die Anmeldezahlen: totgesagte Schulen und Schulformen erleben Einbrüche und dafür Abmeldungen, weil diese den Eltern in dieser Zeit zu wenig Sicherheit bieten können. Folglich sind die explodierenden Anmeldezahlen hier keine demoskopische Folge und auch kein Grund für Handlungsbedarf sondern ein hausgemachtes Problem, das aus den bisherigen Handlungen und Bekanntmachungen entsteht und jede Lösung, der die Eltern eine mehrjährige Haltbarkeit abnehmen, wird diesem Trend sofort entgegenwirken. Die Lösung dieses Teilproblems ist sicher kein Alleinstellungsmerkmal eben jener Beschlussvorlage. Es gibt Alternativen, denen man sich nicht total verweigern sollte.

Veröffentlicht im Trierischen Volksfreund

flattr this!

Auf dem Weg zur Trottelsprache

S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal: Auf dem Weg zur Trottelsprache

“Wer Minderheiten in Sprachwatte packt, weil sie angeblich so kränkungsempfindlich sind, kann sich offenbar nicht vorstellen, dass Stolz und Selbstbewusstsein dort groß genug sein könnten, um über ein paar Worte in einem Kinderbuch hinwegzusehen.”

Nicht der Begriff ist wichtig sondern der Respekt, mit dem man Angehörigen von Minderheiten begegnet. Wer Augenhöhe ausstrahlt braucht weniger political correctness.

Schulpolitik – Ein Konzept, das Verlierer kennt

Ein Leserbrief an den TV als Reaktion auf zwei Artikel, erschienen am 5. Februar 2013 und auf die aktuellen Entwicklungen in der Trierer Schulpolitik.

Nun setzt Jensen ein Zeichen und stellt sich demonstrativ hinter Birk. Ihr Plan – also, das was sie mit teils falschen Zahlen bei ihren Gutachtern günstig erworben hat, und das im Kern ihr persönliches “Trier 21″, den grün-ideologischen und ziemlich überdimensionierten Schulumbau “Ambrosius”, verschleiern soll – wird jetzt durch die Gremien gepeitscht. CDU und FWG bleiben im Stadtrat wohl standhaft, die Grünen fallen für ihre Bürgermeisterin um (von ihrem weitgehenden Konzeptvorschlag bleiben vielleicht neue Schaukeln und ökologisch unbedenkliche Tafellappen, so wie es im TV gerade klingt), die FDP bleibt auch standhaft (aber sie ist in absoluten Zahlen gemessen auch ziemlich gar nicht betroffen) und die Linken waren leider nicht zu Hause, als der TV anrief. So ungefähr habe ich den Artikel im Lokalteil verstanden.

Fünf Grundschulen sollen in Trier nach Willen des Stadtvorstands geschlossen werden. Linz kommentiert ganz richtig: “Dabei gibt es, das lässt sich nicht leugnen, Gewinner und Verlierer”. Und unbemerkt trifft er den Kern: Der Plan sieht Verlierer vor. Er teilt in Gruppen. Kinder, Eltern und Lehrer, deren Schulen nicht geschlossen werden, haben gewonnen, die anderen verlorern. Finito. Pech. Ganz einfach. Ab jetzt jeder für sich alleine.
Eine der großen sozialdemokratischen Errungenschaften sind die Mechanismen und Werkzeuge, die Arbeitnehmer in Betrieben vor allzugroßen Nachteilen bei Schließungen oder Verlagerungen ihrer Arbeitsstätten schützen sollen. Ein zentrales Instrument sind Sozialpläne. Mit den Betroffenen wird gemeinsam überlegt, wie es weitergehen kann, wie die Arbeitgeber oder andere Stellen helfen und unterstützen können. Nun geht es bei diesen Schließungen natürlich nicht um wirtschaftliche Nachteile in vergleichbarem Ausmaß, jedenfalls nicht für Eltern und Kinder. Aber von dem eigentlichen Geist dieser Vereinbarungen, von der Wahrnehmung und Berücksichtung der Probleme der betroffenen Kinder, Eltern und Lehrer, von all dem ist nichts zu spüren. Und das ausgerechnet bei einem Konzept aus rot-grüner Hand, dass doch allein daher schon beweisen müsste, dass man Sparwillen auch ohne soziale Härte demonstrieren kann. Wasser predigen aber Wein trinken. Desillusionierend. Ach ja, im zweiten Absatz fehlte noch die SPD Fraktion, die nach wie vor sich und ihr Anpacken dieser mutigen Entscheidungen feiert. Und ganz sicher, mit bestem Wein.

Man kann auch Konzepte entwickeln, bei denen keine Verlierer vorgesehen sind. Wenn man kann und wenn man will.

Referenz:

Trierer Stadtvorstand will fünf Grundschulen schließen (sorry, paywall)

Ergänzung (7.2.2013)

Der Brief hat es unter Überschrift “Der Plan sieht Verlierer vor” in den Lokalteil geschafft. Leicht verkürzt, verständlich, er ist ja auch recht lang.

flattr this!